Schweden Teil 2 – die Route

Die App

Mein Freund hat kurz vor dem Start der Reise die Campingapp Campercontact heruntergeladen. Er hatte davon auf einem anderen Blog gelesen und sich dafür entschieden. Wir haben ansonsten keine andere App genutzt um Campingplätze zu finden. Immerhin gibt es ja auch noch Google im Notfall!

Die Route

Von der tatsächlichen Route sind wir schon etwas abgewichen. Wir waren einfach hier und da spontan und haben immer nach unserem Bauchgefühl entschieden. Wir haben mal nur ganz kurze Strecken gemacht oder haben auch mal nur “Autotage” eingelegt. Eben je nach Befindlichkeit.

Die erste Nacht: Hamburg

Wir haben die erste Nacht unseres Urlaubes in Hamburg verbracht. Hier haben wir bei einer guten Freundin und ehemaligen Studienkollegin von mir geschlafen. Noch ganz bequem mit Bett und richtigem Badezimmer.

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Die zweite Nacht: Malmö  (12 Euro)

Tatsächlich haben wir, ungeplant, eine Nacht in Malmö geschlafen. Wir haben uns gegen einen Campingplatz entschieden und für einen Parkplatz (Badplatsparkering) in der Nähe des Stadtzentrums und direkt am Turning Torso entschieden. Hier gab es nur öffentliche Toiletten die zwar nicht im besten Zustand waren, aber benutzbar. Auch gibt es hier viele Restaurants und Bars, wo man die Toiletten auch nutzen kann.

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Die dritte Nacht: Kristianopel (12,90 Euro)

Kristianopel ist ein kleines Örtchen an der Ostküste. Der Campingplatz Kristianopel Resort hat vom 29. März bis 1. Oktober geöffnet. Es ist ein Campingplatz direkt an der Ostsee umringt von alten Burg- und Wallanlagen. Es war kaum was los, wir waren auch außerhalb der Saison hier und wir waren fast alleine. Die Sanitäranlagen sind in einem sehr guten Zustand, der Campingplatz ist komplett begrünt. Alles sehr idyllisch. Einkaufsmöglichkeiten gibt es direkt in der Nähe.

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Die vierte Nacht: Grännäs (22 Euro)

Der Campingplatz in Grännäs liegt am einzigen schwedischen Ostseefjord. Wir sind hier auch nur zufällig vorbei gekommen und haben uns wegen diesem Umstand noch mehr gefreut und mussten nach dem Auspacken auch direkt eine Runde schwimmen gehen. Auch hier war, Saisonbedingt, nichts los sodass wir nur mit vier anderen auf dem Platz standen. Aus unserem Auto hatten wir den Blick über den Fjord und wir haben den Blick sehr genossen. Auch hier waren die Sanitäranlagen in einem guten Zustand.

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Die fünfte Nacht: Färnebofjärden (20 Euro)

Hier waren wir auf dem Campingplatz Schwedenpause. Geführt wird dieser von einem Ehepaar, beide Pädagogen, aus der Schweiz. Sie betreiben den Platz mit viel Leidenschaft, bieten Massagen an und viele Aktivitäten (Kanutour, Motorboote, usw.). Hier ist der absolute Place to be und mein Geheimtipp für eure nächste Schwedenreise. Der Platz ist traumhaft gelegen an einem großen See direkt an einem Naturreservat. Es ist total idyllisch und absolut ruhig. Wir haben es sehr genossen. Auch wenn es hier abends und nachts die meisten Mücken gab und ab Sonnenuntergang ein draußen sitzen direkt ab See nicht mehr möglich war. So ist das eben mit der wunderschönen Natur!

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Die sechste und siebte Nacht: Stockholm (60 Euro)

Eigentlich wollten wir hier keine Nacht verbringen und nur drum herum fahren. Allerdings haben unsere besten Freunde hier ihre eigene Reise beendet und ein Treffen in Stockholm klang sehr vielversprechend. So kam es, dass wir direkt zwei Nächte hier blieben. Wir verbrachten diese auf dem Campingplatz Bredäng Camping 10 km vom Zentrum und 700 m Fußweg von der Metro entfernt. Also ziemlich praktisch und wir hatten keine Probleme in die Stadt zu kommen. Das drei-Tages-Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel kostete uns für zwei Personen knapp 60 Euro, also auch absolut im Rahmen.  Der Platz besteht aus einer großen Wiesenfläche mit kleinen Straßen, mehreren Sanitärhusern und Küchen. Es war alles sauber, gepflegt und gut nutzbar. Also völlig in Ordnung für den Preis in Stockholm.

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Die achte Nacht: Sundyholmes (15 Euro)

Wir sind Nachmittags erst in Stockholm abgereist und wollten nicht mehr soweit fahren sodass wir uns für den Campingplatz Sundyholmes Camping entschieden haben. Hier gab es die modernsten und saubersten Sanitäranlagen. Der Campingplatz ist ein paar Meter vom See entfernt. Der zugewiesene Platz war direkt neben den Mülltonnen und in einer Tigermückenkolonie, was ab Sonnenuntergang echt keinen Spaß gemacht hat.

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Die neunte und zehnte Nacht: Åsa (56 Euro)

Eigentlich wollten wir in Göteborg eine Nacht verbringen, da ich den Tipp gekommen habe, dass es dort besonders schön sein soll und die Stadt sehenswert ist. Leider waren die Campingplätze in Göteborg alle vom gleichen Anbieter, die es uns nicht erlaubt haben im Auto zu schlafen (die Übernachtung ist nur im Caravan und im Zelt erlaubt). Sodass wir nicht in Göteborg waren und stattdessen die Westküste weiter südlich gefahren sind. Hier sind wir dann zum Åsa Camping Havsbad gelandet. Ein Platz direkt an der Nordsee gelegen mit weißem Sandstrand und spannender Küste. Die Sanitäranlagen waren in einem sehr guten Zustand und wurden drei Mal am Tag gereinigt. Das hatten wir bis dato noch nicht. Es war ein absolutes familiäres Feeling, auch wenn es am Wochenende total voll war und auch viele Dauercamper da waren. Dennoch haben wir uns wohl gefühlt und die Zeit an der Nordsee genossen. Wir waren im lokalen Supermarkt nur wenige Meter vom Platz entfernt einkaufen und haben jeden Abend frisch gekocht. Wir haben die Auszeit sehr genossen.

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Die elfte, zwölfte und dreizehnte Nacht: Kopenhagen (124,34 Euro)

In Kopenhagen waren wir drei Nächte. So wie am Anfang geplant. Zu erst sind wir zum Bellahøj Campingplatz gefahren. Ja die Bewertungen waren nicht so gut, aber dafür eben nah am Stadtzentrum. Wir haben eingecheckt, waren auf Toilette, haben ein Mittagsschläfchen gemacht und dann: Ja dann sind wir einfach gefahren und haben uns einen Neuen gesucht. Denn: Die Toiletten waren so furchtbar, dass wir beide dort keine Nacht verbringen wollten. Also sind wir zum DCU Camping Kopenhagen gefahren und haben uns dort auch schon gleich viel wohler gefühlt. Auch dieser lag ca. 700 m von der Straßenbahn entfernt und hatte daher auch eine super Anbindung in die City. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

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Die vierzehnte und fünfzehnte Nacht: Münster

Die letzten beiden Urlaubstage habe wir in Münster bei einer guten Freundin verbracht. Hier sind wir noch mal richtig runter gekommen, haben viel gespielt und uns ein paar Gin Tonic gegönnt. Ich kann es nur empfehlen den Urlaub nicht abrupt enden zu lassen und sich noch einen gemütlichen Ort zu suchen, der das Ende zwar schon ein wenig einläutet aber noch nicht gleich “zuhause” ist. So kann man die Zeit noch mal gut für sich nutzen und muss sich noch um nichts kümmern. Danke dir, Anna, für diese ausgelassenen Tage!

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Die letzten beiden Nächte: Zuhause

Zählen ja eigentlich nicht so richtig mit. Aber dennoch möchte ich davon schreiben, denn irgendwann muss das Auto ja auch ausgeräumt und die Wäsche gewaschen werden. Dennoch genießen wir den letzten Tag auch in unserem Garten, machen ab und an eine Maschine Wäsche an und genießen es dennoch irgendwie – das Wetter passte ja auch sehr gut.

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