Teil 1 – Raodtrip nach Marokko

Letztes Jahr ist ein Wunsch in mir gereift: Einmal nach Marokko reisen. Für viele super easy peasy, einfach Flug buchen und ab gehts. Ich fliege aber nicht mehr und auch wenn Marokko auf der Landkarte nicht so weit weg erscheint, ist es dann mit dem Auto doch ein Stückchen. Das braucht Zeit und die habe ich mir dann dieses Jahr im Februar genommen. Schon mal vor ab: Ich bin nicht alleine gereist. Ich war mit meinem Vater unterwegs, er war selber schon mal vor knapp 42 Jahren in Marokko und hat das Land damals mit dem Motorrad bereist. Vor 10 Jahren war er für eine Woche mit meiner Mutter in Marrakech. Also perfekte Voraussetzungen nun das ganze noch mal mit dem Camper Van zu machen. Ich werde dir nun in verschiedenen Teilen von der Reise berichten. Der erste Teil geht inhaltlich um die Vorbereitungen, all dass was vor einer solchen Reise geplant und organisiert werden muss. Ich werde immer dazu schreiben, was es ca. gekostet hat und ob wir es gebraucht haben oder nicht. Falls du dich also selbst mal auf den Weg nach Marokko machen willst, mit dem eigenen Camper Van, Wohnmobil oder Auto, dann ist dieser Reisebericht auf jeden Fall etwas für dich.

Ein paar Gedanken vor der Abreise

Wenn du den Entschluss gefasst hast, Marokko zu bereisen, dann mache dir Gedanken über deine perfekte Reisezeit. Welchen Anspruch hast du beispielsweise an das Wetter? Wir waren die ersten 18 Tage vom Februar in Marokko. Das Wetter war durchwachsen, denn es gab einige Unwetterwarnungen bezüglich Sturm und Regen. Eher eine Ausnahme, denn es hat schon lange nicht mehr so viel in Marokko geregnet. Der Regen begann im Dezember. Ab März und April sind die Temperaturen deutlich besser und das Wetter stabilisiert sich. In der Wüste kann es aber dann auch schon recht warm werden. Wir hatten in der Wüste rund 28 Grad. In den spätem Frühlingsmonaten und Sommermonaten kann es auch deutlich über 40 Grad heiß werden, ist nicht für jeden etwas. Der Herbst und das Frühjahr bieten sich also gut für eine Reise nach Marokko an.

Wenn du deine Reisezeit festgelegt hast, überlege dir, für wie lange du in Marokko sein willst. Wir waren etwas mehr als zwei Wochen dort, da wir eine Reisezeit von insgesamt 4 Wochen geplant haben. Bedenke, dass du, falls du mit dem eigenen Fahrzeug anreisen willst, ein paar Tage für die Hinreise und Rückreise einplanst. Wir hatten beispielsweise den Plan Freitags abzureisen und Mittwochs die Fähre zu nehmen, leider hat das, auf Grund des Wetters nicht geklappt. Es war Sturm angesagt und die Fähren fuhren nicht. Sodass wir statt Mittwoch erst Freitag die Fähre nehmen konnten. So verging eine Woche von Abreise bis zur Überfahrt. Solche spontanen Planänderungen passieren, sollten aber grob einberechnet sein – auch für die spätere Route.

Überlege dir als nächstes, mit welchem Fahrzeug du reisen möchtest. Hierbei gibt es einiges zu beachten, beispielsweise sind viele der Fahrzeuge in Deutschland nur in Europa versichert, kläre also mit deiner Versicherung welche Länder in deiner Versicherung inkludiert sind und mache dir eine Liste, was du noch organisieren musst. Ich werde hier eine grobe Liste teilen, mit den Versicherungen die wir zusätzlich abschließen mussten und einer Packliste, die das Auto betreffen.

Ich werde in meinem Text immer von „Camper Van“ sprechen, da sind aber Wohnmobile genauso eingeschlossen wie Wohnwagen.

Die Vorbereitungen

Im Folgenden möchte ich einmal darstellen, welche Vorbereitungen wir getroffen haben und vielleicht hilft dir das eine grobe Übersicht über Aufwand und Vorbereitungszeit zu erhalten. Ich hatte das am Anfang etwas unterschätz und bin etwas naiv an die ganze Sache heran gegangen, ich habe verschiedene Blogs und Webseiten gelesen und mir dann eine Liste gemacht, die mir geholfen hat, den Überblick nicht zu verlieren und nichts zu vergessen. Die Vorbereitungen sind super wichtig, egal ob es um die Versicherungen, Impfungen oder andere Dinge geht. Wie gesagt, ich schreibe explizit dazu, ob wir das gebraucht haben oder nicht. Du kannst dann selber für dich entscheiden, ob du das für deine Reise benötigst oder nicht.

Versicherungen persönlich

Ich habe zwei zusätzliche Versicherungen beim ADAC abgeschlossen. Eine Versicherung ist etwas, dass man unabhängig vor einer Reise haben sollte und zwar eine Unfallversicherung. Die greift sowohl in Deutschland, als auch in Europa oder im nicht europäischen Ausland. Wer viel mit dem Auto oder Camper Van unterwegs ist, sollte diese Versicherung so oder so haben. Neben der Unfallversicherung habe ich meine bereits bestehende ADAC Plus Mitgliedschaft auf Premium ausgeweitet. So habe ich alles inkludiert: Auslandskrankenversicherungen, wie auch Wunschwerkstatt bei Unfall usw. – geh einfach mal auf die Webseite vom ADAC, da findest du die unterschiedlichen Versicherungen und was alles versichert ist. Ich habe vor ab recherchiert, fand aber die Versicherungen über den ADAC abzuschließen für mich am sinnvollsten. Zudem einige meiner viel reisenden Freunde gesagt haben, dass sie es ebenfalls über den ADAC laufen lassen und bisher sehr zufrieden waren.

Versicherungen Auto

Wie ich bereits erwähnt habe, ist das Auto in Marokko nicht versichert. Diese Information kannst du der Grünen Karte entnehmen, auf dieser steht drauf, welche Länder nicht im Versicherungsschutz eingeschlossen sind. Wir haben eine zusätzliche Versicherung für einen Monat bei TourInsure abgeschlossen. Diese Versicherung läuft über die AXA. Die Versicherung ist Fahrzeugbezogen, die Personen, die das Fahrzeug in dieser Zeit fahren müssen angegeben werden und älter als 21 Jahre alt sein. Diese Versicherung hat uns ca. 250 Euro gekostete. Wir haben sie drei Tage vor Anreise nach Marokko abgeschlossen. Falls du dich dafür entscheidest, solltest du einen Laptop dabei haben, andernfalls solltest du die Versicherung vor Abreise in Ruhe zuhause abschließen.

Führerschein und Reisepass

Für eine kurze Reise in Marokko reicht dein normaler Führerschein. Solltest du mehrere Monate oder Jahre in Marokko unterwegs sein, musst du vor Abreise beim Straßenverkehrsamt den internationalen Führerschein beantragen. Wir haben diesen in unserem Fall nicht benötigt. Hier kommen natürlich noch mal Kosten und Wartezeit auf dich zu, die du einplanen solltest. Für Marokko benötigst du deinen Reisepass, deren Verfallsdatum nicht jünger als 6 Monate sein darf.

Elefand – Auswärtiges Amt

Das ELFEFAND ist die Erfassung des Auswärtigen Amtes über Deutsche, die sich im Ausland befinden, kurz- oder langfristig spielt dabei keine Rolle. Ich habe mich vor Abreise dort angemeldet und die Daten unserer Reise eingegeben. Sollte sich in dem zu bereisenden Land besondere politische oder wettertechnische Ausnahmesituationen einstellen, wird man automatisch darüber benachrichtigt. Weiter gibt es Tipps und Handlungsanweisungen. Das kann sehr hilfreich sein. Tatsächlich wurde ich so über die Unwetterwarnung in Nordmarokko gewarnt.

Ausrüstung Camper Van

Wir haben folgende Dinge zusätzlich dabei gehabt (neben den klassischen Dingen wie Warndreieck, Warnweste, usw.):

  • Sandbretter (2 Stück) – haben wir nicht gebraucht
  • Akkubetriebener Luftkompressor – haben wir nicht gebraucht
  • Abschleppseil – haben wir nicht gebraucht
  • Ersatzreifen – haben wir nicht gebraucht
  • Vorzeit/Markise – haben wir gebraucht
  • Ersatzkanister für Sprit – haben wir nicht gebraucht
  • Lenkradschloss – haben wir immer genutzt, wenn wir geparkt haben (also fast jeden Tag)

Wir sind mit Winterreifen gefahren, da die Temperaturen in Europa teilweise um den Gefrierpunkt lagen (Deutschland, Nordfrankreich). Sind damit aber auch in Marokko gut zurecht gekommen, auch dort hatten wir immer wieder Schnee und Temperaturen unter 0 Grad tagsüber – vor allem im Atlasgebirge.

Kleidung

Mein Vater hat versucht so minimalistisch wie möglich zu leben, mir hingegen war es wichtig, genug Klamotten dabei zu haben sowohl für warme als auch kalte Tage. Zwei Hosen weniger und zwei Pullis weniger hätte ausgereicht, ansonsten kamen wir ganz gut zurecht. Bedenke, dass die Packliste für Klamotten sich dadurch entscheidet, in welcher Jahreszeit du reist. Im Februar war es im Norden noch recht mild (lange Hose, Pullover), im Atlasgebirge lag Schnee (lange Hose, Pullover, Jacke, Mütze, Schal) und in der Wüste war Sommer (kurze Hose, T-Shirt, Tuch gegen den Sand).

Reiseapotheke

Je nach Reisedauer brauchst du eine ausreichende Menge deiner persönlichen Medikamente. Solltest du Medikamente nehmen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, brauchst du zusätzlich eine Bescheinigung von deinem Arzt, am besten auch in einer Übersetzung. Es kann sein, dass diese beglaubigt werden muss. Ansonsten hatten wir noch eine gute Reiseapotheke dabei und für jede Eventualität ein Medikament. Also etwas gegen Durchfall, bei Husten oder Erkältung, usw. – da wirst du am besten wissen was du brauchst oder dir am besten hilft. In Marokko gibt es in jeder Stadt und in jedem Dorf eine Apotheke – falls mal etwas ausgehen oder spontan etwas anderes benötigt wird. Was dort Verschreibungspflicht ist, kann ich dir allerdings nicht sagen. Wir hatten also von allem etwas dabei. Zusätzlich haben wir eine Woche vor abreise präventiv Hefetabletten und die in der gesamten Reisezeit durchgenommen. Diese lagen bei knapp 23 Euro pro Packung (50 Stück). Wir hatten keine Probleme mit dem Magen während der Reisezeit.

Dokumente

All unsere Dokumente haben wir, im Fall das etwas verloren geht, in mehrfacher Ausführung kopiert. Das Betraf: Führerscheine, Reisepässe, Fahrzeigschein, Personalausweise, Krankenkassenkarte, ADAC Karte, Auto-Versicherung Marokko, usw. – kopiere dir alle Dokumente, die für dich für die Reise wichtig sind, dass du falls nötig diese parat bzw. einen Nachweis erbringen kannst. Ich habe eine Bauchtasche in Marokko getragen und dort den Reisepass und Bargeld aufbewahrt.

eSim

Vor der Reise haben wir uns für beide Handys eine eSim besorgt. Da gibt es verschiedene Angebote, das Günstige war ein Produkt über Amazon. Ich habe mich für Datenvolument 25GB für 28 Tage entschieden und habe knapp 40 Euro bezahlt. Zusätzlich hatten wir eine mobile WLan Box dabei mit Unlimeted-Tarif. Das Einrichten der eSim und des Wlans solltest du vor der Überfahrt nach Marokko installieren und anmelden, sodass du dann, wenn du drüben bist, direkt eine Verbindung hast. Ich habe mitbekommen, dass manche es erst nach Ankunft in Marokko versucht haben aber dann kein mobiles Internet hatten um es einzurichten. Wir haben es am Hafen in Spanien gemacht, als wir auf die Fähre gewartet haben.

Navigation und Apps

Für die Navigation haben wir überwiegend Google Maps genutzt. Mein Vater hatte sich das Kartenmaterial vorher runtergeladen. Da wir aber schlichtweg überall sehr gutes Netz hatten, konnten wir Google Maps wie gewohnt nutzen. Zum Suchen von Camping- oder Stellplätzen haben wir Google Maps und Park4night genutzt.

Bargeld und Kartenzahlung

Die Wirtschaftskraft in Marokko ist nicht annähernd so gut wie in Deutschland. Unser Geld ist also viel mehr wert und man kommt ganz schön weit damit. In Algeciras haben wir vor der Überfahrt 400 Euro getauscht in marokkanische Dirham. Davon konnten wir gut eine Woche leben. Mittlerweile scheint es so zu sein, dass man in allen Supermärkten, Tankstellen und in vielen Restaurants usw. auch ganz regulär mit Karte bezahlen kann. Wir haben dann noch zwei Mal in Marokko Geld getauscht. Das war alles gar kein Problem. Für 18 Tage brauchen wir knapp 850 Euro Bargeld vor Ort. Die Campingplätze werden überwiegend mit Bargeld bezahlt. Der Sprit in Marokko ist ebenfalls deutlich preiswerter als man das in Europa gewöhnt ist, teilweise kostete ein Liter irgendwas zwischen 50 Cent und einem Euro.

Gesundheitsvorsorge vorher

Für Marokko werden die Impfungen Hepatitis und Tollwut empfohlen. Marokko ist Hochrisikogebiet für Tollwut. Da ich die Hepatitsimpfungen schon hatte, habe ich mich zusätzlich gegen Tollwut impfen lassen. Das sind mehrere Impfungen (Tag 0, Tag 7, Tag 21  – es gibt aber auch andere Impfschemata). Grundsätzlich gilt vor Ort: Am Besten keine Tiere streicheln. Es gibt zahlreiche Katzen und Hunde, die auf der Straße leben, alle sehr süß aber bitte nicht anfassen. Sollte man von einem Tier gebissen oder gekratzt wurden sein gilt: Ab zum Arzt. Dort wird man dann erneut gegen Tollwut geimpft (zusätzlich zu dem bereits in Deutschland geimpften Grundschutz). Große Krankenhäuser gibt es in den Städten, Krankenwagen und Ambulanzen haben wir aber auch in abgelegenen Orten gesehen.

Die Hinreise

Wir sind auf dem Hinweg aus Deutschland erst nach Südfrankreich (Camargue) gefahren und dann an der Mittelmeerküste bis nach Algeciras. Hier haben wir sowohl die Autobahn als auch die Küstenstraße genommen. Wir haben keine der Campingplätze vor ab gebucht, haben immer ab 15 Uhr geschaut, wo einer ist der offen hat und sind hingefahren. Wir wurden nie abgewiesen, weil kein Platz mehr oder wir nicht gebucht haben. Wir hatten also immer Glück und bekamen einen Stellplatz. Auf der Hinreise waren wir also an folgenden Plätzen:

  • Mas d’auphan – dort kann man auch campen oder man bucht sich ein Zimmer über Airbnb
  • Camping Bon Repos –  schön war hier der direkte Stellplatz am Strand (unverbaut)
  • Camping La bella Vista – sehr nah an der Fähre gelegen (ca. 40 Minuten Fahrzeit), wir haben hier die letzte Nacht vor der Überfahrt verbracht
  • Yachthafen Gibralter – hier waren wir auch eine Nacht, es gibt Toiletten die aber zwischen 00 Uhr und 07 Uhr morgens abgeschlossen sind

Die Rückreise

Die Rückreise haben wir dann über den Norden Spaniens gemacht und sind nach der Ankunft Nachmittags noch bis kurz nach Granada gefahren. Danach ging es dann nach Bilbao, nach Frankreich bis nach Bordeaux und dann über Paris nach hause.

  • Complejo rural los cortijos de noalejo – sehr schöner Platz bei einem Olivenbauern, man bekommt ihr super leckeres Olivenöl
  • in Bilbao gibt es einen Wohnmobilstellplatz, hier werden allerdings immer die Toiletten abgeschlossen und man muss sich den Schlüssel an der Rezeption holen, die nachts nicht besetzt ist, daher haben wir uns hier für ein Hotel entschieden
  • Yelloh! Village Camping Bordeaux Lac – toller Platz in der Nähe der Stadt
  • Camping de Paris – hätten wir in Paris übernachtet, hätten wir uns für diesen Campingplatz entschieden

Die Überfahrt

Die Tickets für die Überfahrt nach Marokko haben wir bei „Carlos“ in Algeciras gekauft. Hier bekommt man die Tickets ohne Datum und Uhrzeit sodass man selbst und spontan entscheiden kann wann man die Fähre nehmen möchte. Wir haben rund 250 Euro für Hin- und Rückfahrt bezahlt. Man fährt einfach an den Hafen, man sollte mindestens 2 Stunden vor Ort einplanen und bekommt dann die Abfahrtszeit vor Ort genannt. Wir wollten auf der Hinfahrt die Fähre um 14:30 Uhr nehmen und wurden bereits um 13:30 Uhr mitgenommen, auf der Rückfahrt war es ähnlich und wir sind einer Stunde früher mitgenommen wurden als wir geplant haben. Die Zollkontrollen auf der Rückreise haben deutlich mehr Zeit gekostet, als auf der Hinfahrt. Du kannst die Tickets aber auch vorher schon buchen, dort musst du aber Datum und Abfahrtszeit angeben und es bleibt wenig Spielraum. Die finale Passkontrolle für den Stempel erfolgt erst auf der Fähre während der Fahrt. Dafür musst du vorher einen Zettel ausfüllen, der dir auf der Fähre gegeben wird. Denk also daran einen Kugelschreiber mitzunehmen. Hier wirst du nach den Gründen deiner Reise gefragt sowie den harten Daten aus deinem Pass den dir also ebenfalls nicht im Auto lassen solltest.

Sonstiges

Freistehen Marokko

Das Freistehen in Marokko ist nicht erlaubt und grundsätzlich verboten wird aber außerhalb der Saison toleriert. Wir haben es überwiegend gemieden, frei zu stehen und mussten es dann doch einmal machen, weil alle Campingplätze zu hatten (das war an der Mittelmeerküste).

Leitungswasser

Das Leitungswasser sollte nur zum Zähneputzen oder höchstens noch Duschen und spülen aber nicht zum trinken genutzt werden. Wir haben beim Campen und auch im Hotel das Wasser aus Flaschen genutzt.

West Sahara und Berm

Die West Sahara steht unter einem Territorialstreit zwischen Marokko und Algerien – wobei die West Sahara die Unabhängigkeit an strebt. Zwischen 1981 uns 1987 errichtete Marokko den Berm, einen Schutzwall und dieser trennt den Westen und den Osten. Neben der Chinesischen Mauer ist der Berm der zweitgrößte Befestigungswall der Welt. Das besondere: Er besteht nicht aus einem typischen Wall oder einer Mauer sondern aus sieben Millionen Antipersonenmienen.  Das Gebiet sollte also zwingend vermieden werden.

Polizei

Die Präsens der Polizei ist enorm. An gefühlt jedem Kreisverkehr steht die Polizei, es wird viel kontrolliert und auch die Geschwindigkeit gemessen. Wir wurden einmal von der Polizei mit dem Verdacht der Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten, hat sich dann aber als Fehler seitens der Polizei rausgestellt und wir konnten weiter fahren ohne etwas zu bezahlen. Drei weitere Male wurden wir nur angehalten, damit sie uns eine gute Reise wünschen können. Durch die enorme Präsenz der Polizei habe ich mich immer sehr sicher gefühlt. Wir hatten keine negativen Erlebnisse mit der Polizei. Es wurde immer streng auf die Tempolimits geachtet, das Fahren in Marokko war dadurch sehr angenehm.

Müll

Marokko hat ein enormes Müllproblem. Ich bin ja aus Süditalien schon einiges gewöhnt aber in Marokko wird das noch mal getoppt. Müll wird einfach über all hingeworfen. Während es in der Medina super sauber ist, wird die Natur außerhalb der Städte oft total zugemüllt. Auf den Campingplätzen gibt es immer Mülltonnen, Müll wird aber nicht immer getrennt.

Autobahnen und Straßen

Im Norden Marokkos gibt es Autobahnen mit Maut. Leider klappte dort unsere kleine Maulbox nicht, die wir gerne für die Maut in Spanien, Frankreich und Italien nutzen. Ansonsten zieht man Tickets und zahlt ganz normal wie man es auch aus anderen Ländern kennt. Richtung Süden gibt es kaum noch Autobahnen. Wir haben überwiegend die Landstraßen genutzt. Alle Straßen, bis tief in die Wüste sind geteert und gut ausgebaut. Wir sind nur wenige Male Schotterpisten gefahren, entweder weil die Straße gebaut/saniert wurde oder weil wir es einfach mal benutzen wollten.

Einkaufen

In Marokko gibt es zahlreiche Supermärkte. Mindestens in jedem Dorf einen „Tante Emma Laden“, größere Supermärkte gibt es dann in jeder kleineren Stadt. Besonders häufig: Carrefour – gleiches Sortiment und gleicher Preis wie man es aus Frankreich kennt. Obst und Gemüse haben wir ebenfalls immer im Supermarkt gekauft. Milch sollte man immer nur pasteurisierte Milch trinken, sodass wir diese ebenfalls ausschließlich nur aus dem Supermarkt gekauft haben.

Parken

Wir hatten mit unserem Camper Van nie ein Problem mit dem Parken. Auch für Wohnmobile gibt es immer wieder Parkplätze die groß genug sind. Genauso wie das campen, war das parken sehr preiswert und immer Zentrumsnah möglich. Beispielsweise gibt es in Fès mitten in der Stadt einen Wohnmobilstellplatz, so kommt das in Marokko sehr häufig vor.

Sprache

In Marokko wird überwiegend französisch und arabisch gesprochen. Wir kamen super mit Englisch zurecht. Wir wurden super oft auf Deutsch angesprochen und fast alle, mit denen wir zu tun hatten konnten Englisch oder Deutsch. Wir haben uns ein paar Floskeln auf Französisch beigebracht. So etwas wie „Wie geht es dir?“, „Auf Wiedersehen“, „Guten Tag“, „Danke sehr“, usw. – damit kamen wir gut zurecht.


Im nächsten Teil geht es um die Route, die wir gefahren sind mit allen Tipps und Campingplätze. Falls du Fragen hast, stelle mir diese gerne hier in den Kommentaren oder bei Instagram und ich werde sie dann beantworten oder mit in den nächsten Text einbinden. Alles zur Route kommt nächste Woche hier auf dem Blog online.

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