Paris

Tag 1 – Marais 

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Das Marais ist ein Viertel im 3.ten und 4.ten Arrondissement von Paris und zeichnet sich durch kleine Gässchen mit vielen bunten Läden aus. Typischerweise findet man dort einige jüdische Geschäfte und Restaurants. In der Rue de Rosiers bekommt man schnell eine Falafel auf die Hand – dies ist wirklich ein Geheimtipp! Sobald die Mittagspause angebrochen ist, stehen die Menschen vor den Bistros an um typisch israelische Speisen „to go“ zu kaufen und auf der Straße, vor kleinen Kirchen oder auf einer Parkbank zu essen. Ein Farlaf kostet zwischen fünf und sieben Euro, wird typischerweise in einer Teigtasche mit Gemüse und Sesamsauce serviert. Das Marais ist fußläufig vom Louvre aus zu erreichen und liegt nahe der Seine im nord-östlichen Teil der Stadt. Das Viertel wirkt bodenständig und ursprünglich. Besonders gefallen mir die Second-hand Läden in denen man wirklich schöne Klamotten finden kann. Im Laden Sabon habe ich mir schon früher oft meine Seifen gekauft.

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Tag 2 – Rue de Charonne 

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In der Rue de Charonne sind am 13.ten November 2015 19 Menschen in einem Restaurant bei den Pariser Terroranschlägen getötet wurden. Die Rue de Charonne liegt im 11.ten Arrondissement in der Nähe des „Place de la Bastille“. In diesem Viertel findet man einige Geschäfte und vor allem in der Rue de Charonne kleine Boutiquen, leckere Restaurants und Bistros.

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Im Bistro de Peintre aßen wir zu Mittag. Das Bistro stammt aus der Jahrhundertwende (1902) und ist reichlich dekoriert. Die Kronleuchter und die Deckendoekoration geben dem Bistro einen ganz eigenen gemütlichen Charme. Wir aßen neben Lachstartar (die Pariser lieben es), Rumpsteak und Burger. Dazu gab es Wein und Wasser (auch sehr klassisch). Zum Dessen gab es zwei „Café Gourmand“ – Espresso mit Desserts in Miniaturgröße und ein Crème Brûlée für mich.

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Wenn man durch diese Straße läuft entdeckt man überall kleine Kunstwerke, die anlässlich der Terroranschläge und besonders den Anschlag in der Rue de Charonne gewidmet sind. Die zahlreichen Blumen, Briefe und Kerzen, die vor dem Restaurant standen, wo ein Attentat verübt wurde, wurden teilweise von der Stadt eingesammelt um diese zu Konservieren und zu verwahren. Heute noch werden aber weitere Blumen und Kerzen dazugestellt und man findet dort ebenfalls noch Menschen die trauern und beten. Es wurden bunte Fahnen aufgehängt, Bilder gemalt und Texte geschrieben, die an die Opfer erinnern sollen.

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Wenn man das Glück hat, steht hier und da mal ein Tor auf, sodass man die Chance bekommt in die kleinen, niedlichen Hinterhöfe zu schauen. Hier sind noch einige Werkstätten und Tischlereien ansässig, wofür das Viertel auch bekannt ist. Früher bestand das Viertel ausschließlich aus Werkstätten die Möbel hergestellt und repetiert haben. Mittlerweile wurden diese durch Ketten und namentlichen Geschäften verdrängt.

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In dem kleinen Laden Héroïnes findet man einige chice Kleider von der namensgleichen Designerin. Hier kann man sicher sein, außergewöhnliche Kleider zu finden, die nicht von der Stange sind. Zum Straßenbild zählt auch der kleine Obst- und Gemüsehändler, diese sieht man über alle in der Stadt und gehören auch einfach dazu. Schaut man an den Hauswänden hoch, entdeckt man zahlreiche kleine Kunstwerke, verschiedene Motive und viele Farben. Das Viertel ist ein typisches Studentenviertel und steht in Paris für Freude und Geselligkeit.

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Tag 3 – Grand Palais 

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Das Grand Palais diente zur Jahrhundertwende als Ausstellungsraum und dies tut es heute noch. Immer wieder finden dort atemberaubende und spannende Ausstellungen Platz und alle zwei Jahre findet man vor und nach Silvester dort eine wunderbare und spaßige Kirmes vor.Das beeindruckende daran, und das ahnt man gar nicht wenn man das tolle Gebäude mit diesem wahnsinnigen Glasdach sieht, findet sich darunter während der Kirmes ein Riesenrad. Und auch aus diesem Grund hat es uns dieses Jahr am 01. Januar 2016 dort hin gezogen. Der stolze Preis von 15 Euro pro Person lohnt sich schon alleine wegen dem Gebäude und dem Raum unter dem Glasdach schon. Aber auch weil man alle Attraktionen kostenfrei benutzen kann, davon ausgeschlossen sind natürlich die „Fressbuden“.

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Wir sind natürlich zu aller erst auf das Riesenrad gestiegen und haben die Aussicht auf ganz Paris durch die Glaskuppel genossen. Auf der einen Seite das Louvre, ein paar Meter weiter das Monmatre und auf der anderen Seite den Eifelturm. Ich hatte dieses Event gar nicht auf den Schirm und kann es nun von meiner „das-muss-ich-im-Leben-umbedingt-machen-Liste“ streichen. Neben Zuckerwatte gab es dann auch noch Waffel und Churs und abschließend einen Spaziergang an der Seine entlang.

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Tag 4 – Macarons und Lazare 

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Die besten Macarons der Stadt bekommt man ganz eindeutig bei Gregory Renard. Dieser führt mehrere kleinere Läden in Paris und verkauft dort seine selbstgerechten Macarons und andere schokoladige Köstlichkeiten. Die Macarons sind typischerweise bunt und haben viele verschiedene Geschmacksrichtungen. Besonders leckere waren Beurre Sel (Butter mit Salz), Schokolade mit Salz und Zitrone – das waren meine absoluten Liebling!

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Das Lazare ist ein chices Restaurant das im Gare (Bahnhof) Saint Lazare zu finden ist und von Eric Frechon, ein französischer drei Sterne Koch, geführt wird. Das Lazare hat sich zum Motto gemacht, gutes Essen für Jedermann zugänglich zu machen. Das Restaurant ist modern und sehr stylisch eingerichtet, setzt Akzente mit chicer Dekoration und bietet ein durchdachtes Raumkonzept.  Es ist ein riesiger offner Raum in der Mitte mit einer runden Bar. An den Wänden stehen deckenhohe offene Schränke dekoriert mit weißen Tellern, weißen Kannen und Kupfertöpfen. Von einigen Plätzen aus kann man in die kalte und warme Küche schauen. Besonders gefallen mir die runden Tische an denen man gut und angenehm sitzen kann. Die Karte sieht aus wie eine Zeitung, schwarz-weiß und übersichtlich, dass lässt auf eine hohe Qualität schließen. Es wird dringend empfohlen zu reservieren, als ich vor einem Jahr da war, war das Restaurant bis auf den letzten Platz besetzt und dies war dieses Jahr wieder der Fall. Schaut man sich im Raum um, sieht man das die Gäste aus jeder Altersklasse stammen. Alle Kellner sprachen englisch, also keine Angst als nicht-Franzose! Als Aperitif tranken wir klassischer Weise Champagner Rosé und es wurde Baguette mit Lachscreme. serviert. Zu jedem Gang wurde der passende Wein gereicht, zur Vorspeise ein Weißwein, zur Hauptspeise und zum Käse ein Rotwein. Folgende Leckereien haben wir gegessen und es war wirklich ein Hochgenuss (leider sind die Fotos nur mit meinem Iphone gemacht):

Vorspeisen

Œuf mollet sauce vin rouge au lard et champignons sauvages (2x)

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Poireaux cuits au grill, vinaigrette mimosa (1x)

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Hauptspeisen

Bœuf rôti et confit, pomme « crousti fondante » aux girolles (2x)

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Agneau de 7 heures confit aux olives et citron, boulgour au jus de cuisson (1x)

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Zwischengang

L’assiettes de fromages (1x)

Dessert

Glaces et sorbets de saison (1x)

Iles flottantes aux pralines roses (1x)

Beignet aux pommes et sucre vanillé, jus de cassis (1x)

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Jedes der Gerichte fand ich unglaublich lecker. Die Komposition der Zutaten war harmonisch und außergewöhnlich. Die Art und Weise der Zubereitung und wie es auf dem Teller angerichtet war zeigte die filigrane Arbeit und den hochwertigen Umgang mit den Zutaten.

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Tag 5 – Louis Vuitton Stiftung

Die Louis Vuitton Stiftung wurde 2014 eröffnet und dient zur Zeit als Museum. Die Stiftung liegt noch unter privater Hand soll aber in 50 Jahren an die Stadt Paris übergeben werden. Das Gebäude sieht aus wie ein großes Segelschiff – dies ist auch das Symbol von Paris.

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Zur Zeit wird zeitgenössische Kunst in den Räumlichkeiten der Stiftung ausgestellt und perfekt in Szene gesetzt. Schon beim Reingehen bemerkt man die Nachwirkungen der Anschläge vom 13ten November. Es fanden Kontrollen wie beim Flughafen statt. Metalldetektor für uns und für unsere Sachen ein Röntgengerät. Wenn man nicht lange anstehen möchte, rate ich dazu, die Tickets online schon vorher zu kaufen und sich dafür eine bestimme Uhrzeit auszusuchen. Das Gebäude hat vier Stockwerke und durch einen Fahrstuhl erreichbar. An sas vierte und dritte Stockwerke schließen Terrassen an, die nach draußen führen.

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Durch die Segel kann man über die Stadt schauen und es gibt Zwischenräume durch die man ganz besondere Ort bestaunen kann, wie beispielsweise den Eifelturm. Der Blick ist atemberaubend und spannend. Eben ein ganz besserer Blick auf die Stadt. Am Besten beginnt man im oberen Stockwerk und arbeitet sich dann hinunter. Besonders die Ausstellung „Pop & Musik“  war Facettenreich, außergewöhnlich und hat mir gut gefallen. Die Architektur, die verschiedenen Ausstellungen und Schwerpunkte aus Kunst und Musik begeistern das Publikum.

 

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Food

  • Falafel im Marais
  • Le Bistro de Peintre, 116 Avenue Ledru Rollin, 75011 Paris
  • Gregory Renard, 20 Rue Saint-Dominique, 75007 Paris
  • Lazare, Parvis de la Gare Saint-Lazare, Rue Intérieure, 75008 Paris

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