Amsterdam #3 – Best Food experiences

Auch beim dritten Mal ist Amsterdam immer noch eine spannende und außergewöhnliche Stadt für mich. Amsterdam ist für mich einzigartig: Eine kleine Metropole, alles ist fußläufig, viele Sehenswürdigkeiten, tolle Grachten und viele wundervolle Häuser, das eine einzigartiger als das andere. Diese Stadt strahlt Freiheit aus, Amsterdam ist dynamisch, jung, herzlich und locker. Die vier Tage (drei Übernachtungen) habe ich meinem Freund zum 30. Geburtstag geschenkt. Aus gegebenen Anlass war der Kurztrip eher eine Foodexpirience als eine Sightseeing-Tour.

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1. Tag

Wir sind wieder mit dem Auto nach Amsterdam gefahren und haben auf dem P+R Zeeburg geparkt. Schnell die Bahntickets besorgt und mit der Tram 26 zum Hauptbahnhof gefahren. Zu Fuß sind wir dann zu unserem Apartment gelaufen, welches ich über Airbnb gebucht habe und in der Egalantiersgracht lag, im Südwesten des Jordaan. Das Apartment lag wunderschön direkt an der Gracht, sehr ruhig und wunderschön heimisch. Fußläufig zum Westermarkt (Anne Frank Haus), zum Jordaan – wo wir auch den ersten Abend verbracht haben. Erst schlenderten wir auf dem Haarlemmerdijk an den vielen schönen kleinen Boutiquen vorbei und suchten uns am frühen Abend ein Restaurant für das Abendessen. Im Het Warenhuis gab es für uns dann Lammsteak mit einer Salatvariation, Beet Balls (frittierte Rote Beete mit Dip), Crispy Camembert mit Rote-Zwiebel-Chutney und Fritten mit Mayo und Ketchup. Die Location ist modern im Industriechic. Die große Fensterfront lädt dazu ein die vorbeilaufenden und -fahrenden Menschen zu beobachten und man fühlt sich mitten im Amsterdamer Leben. Das Essen ist besonders und lecker, vor allem die Beet Balls haben mich positiv überrascht und sind echt ein kreatives Gericht. Die Idee sich verschiedene kleinere Speisen zu bestellen und diese zu teilen, kennt man überwiegend von den spanischen Tapas Bars und scheint nun als ein „neues“ Modell in die normalen und teuren Restaurants einzuziehen. Das Restaurant ist gut um sich mit Freunden zu treffen, Weine oder Cocktails zu trinken, für ein Date, hat man jedoch großen Hunger wird man hier auf jeden Fall viel Geld los. Als besonderes Extra gibt es täglich frischen Fisch und eine wöchentlich neue Fischkarte.  Insgesamt ist das Lokal gemütlich, im Winter zieht es jedoch etwas. Die Weinkarte ist klein aber fein, zu dem gibt es eine Reiher toller Cocktails die ebenfalls fachmännisch zubereitet und serviert werden.

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2. Tag

Wir schliefen aus und sind für einen Brunch-Lunch zu den Toast Brothers gelaufen. Diese liegen nicht direkt im inner circle, jedoch auch nur 10 Gehminuten von unserer Wohnung entfernt. In der Nähe waren wir im Sommer schon im Jacktetz, dort gibt es die vielen leckeren Ofenkartoffeln. Es lohnt sich also den inner circle auch einmal zu verlassen und den örtlichen Horizont für ein kulinarisches Highlight zu erweitern. Mein Freund bestellte sich das Toast Spicy churizo und ich eher klassisch das Toast Hawaii. Dazu frisch gepressten Orangensaft und Cola. Die Toasts werden frisch zubereitet und sind beim Verzehr noch recht heiß aber so lecker (!!!). Eigentlich eine recht simple Idee, nicht zu viele Zutaten und total basic. Aber ich mag die Lokale die sich auf eine „Zutat“ spezialisieren – denn die machen einen richtig guten Job und super Essen. Wir wurden überzeugt!

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Als zweites kulinarisches Highlight waren wir abends im Envy. Den Tisch habe ich bereits Anfang November reserviert und dazu rate ich auch. Das Envy ist ein gehobenes Restaurant und liegt auf der Prinsengracht. Gegen jegliche Klischees wünscht sich das Envy eine lockere und nicht spießige Atmosphäre, die Speisen sollen geteilt werden, jeder soll so viel wie möglich probieren können: Á la „informal setting“ und „feelgood vibes“. Das Restaurant besteht aus einem langen Raum, mit offner Küche, normalen Tischen und Bartischen mit Barstühlen. Das Envy gibt es seit 10 Jahren und wurde seit dem mit dem Bib Gourmand und 15 Punkten beim Gault Milaut ausgezeichnet. Wir bestellten für uns das Envy’s Schef Choice – ein „luxury tasting menu“ aus 6 Gängen die so nicht auf der Karte stehen – von Parmesamsorbet, über Lachs mit Dillsauce, Jacobsmuschel und Austern, zartem Steak mit Schokolade bis hin zum fruchtigen Eis mit Spekulatius Parfait. Das Essen war sehr luxeriös, außergewöhnlich und absolut hervorragend. Das Konzept mit den „kleinen“ Portionen bringt den Geschmack auf den Punkt – es war wirklich außergewöhnlich gut. Es macht Spaß den Köchen zuzuschauen, dabei köstlichsten Wein zu trinken und hervorragend zu essen. Das ist Sterneniveau und absolut fantastisches Essen. Das gesamte Dinner dauerte 3 Stunden an. Uns kam es nicht so vor, jedoch hatte man für jeden Gang ausreichend Zeit es zu genießen und sich auf die Geschmäcker einzulassen. Der Service ist professionell und aufmerksam- sie bedienten uns dezent und unauffällig. Sie kannten sich sehr gut mit den Speisen aus und konnten verschiedene Zutaten auf Nachfrage benennen. Es war ein absolut gemütlicher und köstlicher Abend und ich kann es wirklich jedem ans Herz legen! Das Essen hat natürlich seinen gehobenen Preis.

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3. Tag

Diesen Tag nutzen wir um über den Nordermarkt zu schlendern. Dieser liegt direkt neben dem Winkel 43 – hier soll es den besten Apfelkuchen in Amsterdam geben. Jedes Wochenende findet dort ein biologischer Markt statt. Es gibt frisches Obst, Gemüse, Blumen, Brot, Süßes, frisches Suppen, Crépès, frisch aufgebrühten Kaffee und Tee. Danach sind wir noch durch das Jordaan geschlendert, Richtung Zentrum zu den Beginenhöfen und danach an dem Blumenmarkt entlang zu den Foodhallen Amsterdam. Hier aßen wir zu Mittag. Wir teilten uns Tacos, Pulled Pork Burger, Dim Sum (gedämpfte Teigtaschen) und Joghurt zum Nachtisch mit Kiwi und Spekulatius. Die Foodhallen Amsterdam ist der erste überdachte Street-Food-Markt in den Niederlanden. Es gibt jegliches Essen aus allen Himmelsrichtungen: vietnamnesisch, italienisch, amerikanisch, niederländisch, orientalisch, japanisch, von vegan bis zum Fleischesser. Alles ist dabei.

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Am Abend nahmen wir an einer Kanalfahrt entlang des Light Festivals teil – wunderschöne Eindrücke, spannende Lichtinstallationen und spannende Geschichten. Sehr empfehlenswert um noch mehr viele tolle Eindrücke von Amsterdam zu bekommen. Zum Abendessen sind wir wieder zu den Foodhallen  Amsterdam gefahren. Jetzt ist es hier etwas chicer als am Nachmittag mit DJs – 90er und aktuelles Loungemusik summt im Hintergrund. Hier treffen sich nun die jungen Leute, trinken Cocktails und Bier und stoßen auf den Samstag Abend an. Dazu gibt es dann diese vielen kleinen Köstlichkeiten. Wir gönnten uns Sushi, Angus Beef Burger, Pizza, Dutch Ballen, Süßkartoffelfritten mit Trüffelmayo, scharfe Linsensuppe, Teramisu und Zitronensorbet mit Vodka und Prosecco. Dazu verschiedene niederländische Biere und Apfel und Birnen Cider. Es war eine Mischung aus Club und Foodcorner. Ein Lifestyle an den ich mich gewöhnen könnte.

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4. Tag

… Abreisetag.

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One Comment

  1. Sehr schöner Bericht über eine gute Stadt. Ihr scheint gute holländische Küche gefunden zu haben. Es freut mich zu hören, daß die Foodhallen aufgemacht hat, bin gespannt wie sie sich entwickelt, auf alle Fälle bei meiner nächsten Reise ein muß.

    Ein Tipp für ein anderes Restaurant der gehobenen Klasse mit Blick auf dem Hafen und sehr guter Sommelière: das BAK Restaurant: http://www.bakrestaurant.nl/en

    Ihr habt auch den Noordermarkt besucht, das freut mich als Marktfan sehr. Hier ein Bericht meines Besuchs: http://askan.biz/2016/08/09/trendy-organic-noordermarkt-amsterdam-netherlands Gleich daneben gibt es auch den Lindengracht Markt, der traditioneller aber auch sehenswert ist http://askan.biz/2016/09/25/lindengracht-market-amsterdam-netherlands

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