Amsterdam #2

Vor zwei Monaten haben wir uns entschieden noch einmal nach Amsterdam zu fahren, da ich seit dem letzten Mal im Dezember den Wunsch hatte, Amsterdam mal mit grünen Blättern an den Bäumen zu sehen und tadaaa da sind wir nun. Draußen scheint die Sonne, wir haben bis zu 27 Grad, strahlender Sonnenschein und keine Wolke am Himmel und das bis Ende dieser Woche – was wollen wir mehr?

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Tag 1 – Einfach mal rumlaufen 

Bevor wir gefahren sind haben wir uns das Buch The 500 Hidden Secrets of Amsterdam gekauft und haben uns vor genommen das ein oder andere daraus zu besuchen. Da aber heute unser erster Tag in Amsterdam war und wir bis halb zwölf geschlafen haben, entschieden wir ganz spontan einfach mal rumzulaufen um zu schauen wo uns der Hunger hinführt.

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Und so war es auch. Gute Erinnerungen hatten wir an Vinnies Amsterdam, da aßen wir letztes Jahr dieses unfassbar leckere Pulled Pork Sandwich. Mit bedauern mussten wir allerdings feststellen, dass es dies nicht mehr auf der Karte gab. Dennoch gab es einen Espresso und zwei Oatcookies zum Frühstück. Bei unserem kleinen Frühstück leistete uns eine süße kleine Katze Gesellschaft, schlussendlich stellte sich aber nur heraus, dass sie nur unsere Cookies wollte.

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Schräg gegenüber hatten wir beim Hinweg zum Vinnies das Stout entdeckt und haben uns praktisch nach dem Espresso direkt dort hin begeben. Hier gab es dann ein Philly Steak Sandwich und frisch gepressten Orangensaft für uns beide. Das Steak auf dem Sandwich war super zart, die Senfsauce nicht zu scharf mit einer angenehmen Süße und der Salat war sehr frisch. Eine sehr runde Kombination und echt lecker! Zur Verdauung dann noch einen Ice-tea mit Zitrone, Orange und Pfefferminze und bei mir einen Stout-Cosmopolitain. Wir bezahlten und schlenderten weiter.

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Nach relativ kurzer Zeit und weil die Sonne so brannte, gönnten wir uns noch vier weitere Limos bei Pinky Rose – mein Freund hatte einen Straight Lemon und ich einen Spicy Lemon mit Rose. Sehr lecker und es war wirklich die perfekte Abkühlung am heutigen Tag. Das Vinnies, wie auch das Pinky Rose und Stout liegen im Jordaan, ein modernes Viertel mit vielen kleinen Stores. Kein 0-8-15 und sehr individuell – das gefällt mir besonders gut!

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Danach schlenderten wir weiter. Kurz schauten wir noch beim Store without Home vorbei, wo wir aber die Tage noch mal in Ruhe shoppen werden! Da mir die Füße weh taten und meine Füße total Lust auf meine Birkenstocks hatten, gingen wir langsam zu unserer Wohnung zurück. Diese haben wir wieder über Airbnb gebucht und sind auch dieses Mal richtig zufrieden. Sie ist zentrumsnah, liegt nett in einer kleinen Gasse mit vielen Boutiquen und einigen Bars und man bekommt das Amsterdamer Leben zu 100% mit – was wir toll finden!

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Nach einem kurzen Mittagsschläfchen wollte ich umbedingt zu Beadies, diesem hippen Laden wo es all die tollen Perlen gibt *Mädchentraum*. Hier war ich schon letztes Jahr und ich liebe diese Auswahl an Perlen und Anhängern und musste umbedingt wieder etwas mitnehmen. Leider schließen die kleinen Boutiquen in Amsterdam schon um 18 Uhr sodass ich mich ein wenig beeilen musste, aber mir gefiel gut was ich dort gefunden und gekauft habe!

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Zu guter letzt suchten wir uns etwas zu Essen. Wir hatten richtig Hunger und wir waren für alles offen. Schlussendlich entschieden wir uns aber für Ellis Gourmet Burger. Es ist zwar eine Kette aber die Burger sahen besser aus als das man es von Ketten sonst so gewohnt ist. Mein Freund bestellte sich einen Red Chili Burger und ich einen Cheeseburger, dazu gab es für jeden einen Hugo. Und wahrlich, die Burger waren fantastisch! Sehr frisch, knackiger Salat, frische Zutaten, leckere Sauce und gute Burgerbuns. Das war eine gute Wahl und zu empfehlen!

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Tag 2 – Die Foodhallen Amsterdam

An unserem Anreisetag bekamen wir einen Tipp mal die Foodhallen Amsterdams zu besuchen. Nach einem leckeren und bodenständigen Frühstück bei Ree27 in der Reestraat und frisch gestressten Orangensaft (der darf auf gar keinen Fall fehlen) haben wir uns auf den Weg zu den Foodhallen gemacht.

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Diese liegen etwas versteckt in einem moderneren Viertel in amsterdamer Westen. Hier stehen einige Neubauten, viele chice Hausboote, kleinere innerstädtische Parks die überwiegend von den KiTas genutzt werden und mittendrin alte Industriehallen. Dort befinden sich neben kleineren Stores auch die Foodhallen.

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In den Foodhallen gibt es verschiedene Stände (ähnlich wie Foodtrucks) in denen fleißig gekocht und zubereitet wird. Es erinnert mich ein wenig an die Markhalle Neun in Berlin und das diese hier etwas moderner sind, aber nicht so individuell. Von Vegan bis Burger und Hot Dogs ist alles dabei. Man sieht Austern, Thai, vietnamesisch und Süßes.

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Wir setzten uns an eine Bar, bestellten Bier und Martini und holten uns zu allererst ein Pulled Pork Sandwich. Dies war ganz lecker, vielleicht etwas zu trocken für unseren Geschmack, dennoch gut gewürzt. In Amsterdam werden die Hot Dogs total gehypt. Ich habe Kitchen Impossible mit Tim Mälzer und Roland Trettl geguckt und Tim hatte damals die ehrenwerte Aufgabe Hotdogs zu kochen, spätestens dann wussten wir dass wir in Amsterdam umbedingt mal einen Hotdog essen müssen.

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Anders als bei Ikea war unser Hot Dog total lecker, mit frischen Lachzwiebeln, einem Senfketchup und einer total leckeren Bratwurst. Und statt einem trocknenen Brötchen gab es eine Laugenstange, so auch noch nicht gegessen aber empfehlenswert. Achja, der Stand hieß übrigens Bulls and Dogs.

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Zum Abschluss und weil das Dessert nicht fehlen darf, gab es bei Petit Gâteau zwei kleine Küchlein. Mein Freund nahm eines mit Erdbeeren, Erdbeermarmelade und Pistazien und ich wählte das mit den Zitronen aus Japan – warum eigentlich nicht? Und es war ein absoluter Traum, super fruchtig, saftig und einfach nur fantastisch!

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In der gleichen Halle gab es auch den tollen laden Local Goods Store. Wenn wir so etwas in Bonn hätten, würde ich einziehen! Dort gibt es viele tolle lokale Goods. Vom Amsterdamer Wodka und Limonchello bishin zu zahlreichen Kochbüchern, Fahrrädern und einfach anderen coolen Sachen. Die Entscheidung was ich mit nach hause nehme, fiel mir echt schwer! Es sind halt die etwas anderen Souvenirs die man mit nach Hause bringen kann.

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Auf dem Weg zurück zu unserer Wohnung, die in den 9th streets liegt, einem Viertel bestehend aus vielen Bars, Restaurants, Boutiquen und individuellen Stores, tranken wir noch eine homemade Limonade bei Single 404, einem typischen Lunchcafe wie es sie hier zahlreich gibt. Davor waren wir noch im Margarete M. Shop und haben uns ein paar Wohnassecoirs gekauft.

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Nach einer kurzen Pause in unserer Wohnung machten wir uns um kurz nach 19 Uhr auf die Suche nach einem Restaurant. Wir haben zwar einige To Dos auf unserer Liste stehen, allerdings lassen wir uns auch gerne durch die Gassen treiben und schauen spontan wo wir was essen wollen. Schlussendlich landeten wir im Van Harte, ein Restaurant das ebenfalls in den neuen Straßen (9 straatjes) liegt, nicht unweit von unserer Wohnung.

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Das Van Harte ist modern, chic und absolut stylisch eingerichtet. Erst fühlten wir uns etwas underdressed, vielleicht auch der Grund warum wir an den anderen Tagen nicht reingegangen sind, aber im Laufe des Abends kamen noch ein paar andere junge, sportliche Leute dazu. Mein Freund aß ein Rib-Eye Steak mit Fritten, Salat und Saucen und ich das Coq au Vin. Dazu gab es einen fruchtigen Rosé und zum Nachtisch Carrat-Cake mit Mascarponeeis und Créme Brûlée.

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Das Essen war grandios! Das Steak war sehr zart, die Saucen passten perfekt zum Rest und es war eine absolut runde Sache. Das Coq au Vin war genau so wie ich es mir vorgestellt habe: Die Brühe war super lecker, das Fleisch super zart und mit dem Gemüse war es eine super Kombination. Einfach nur lecker! Danach haben wir uns richtig gut gefühlt.

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Das Dessert war ebenfalls klasse. Der Karottenkuchen war saftig mit dem Eis eine runde Sache, einfach mit Liebe zubereitet. Die Créme Brûlée war ebenfalls der hit und getreu dem Motto “we only live once” gab es noch eine zweite direkt hinterher. Ich denke das spricht für sich! Das Essen war super lecker und ein guter Abschluss dieses Food-reichen Tages!

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Tag 3 – I found the best place in Amsterdam

Den heutigen Tag wollten wir etwas entspannter angehen. Am Donnerstag sind wir bei Trip-Advisor auf das Jacketz gestoßen. Es ist ein Lokal das nur Ofenkartoffeln in vielen verschiedenen Variationen anbietet. Ich bin ein absoluter Ofenkartoffel-Freak, mein Freund allerdings mal so gar nicht. Trotzdem konnte ich ihn überzeugen mit mir dort essen zu gehen.

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Um das Jacketz zu erreichen muss man die Komfortzone, den inner circle von Amsterdam verlassen und in die etwas lautere Stadt eindringen. Dort gibt es viele Autos, mehr Müll auf den Straßen, viele Neubauten – es ist eben nicht mehr das Amsterdam das man aus den 9 straatjes kennt. Aber für das Jacketz lohnt es sich. Mein Freund aß eine ganze Ofenkartoffel mit Chili con cane, Käse und Red Chilli Sauce, ich eine halbe Ofenkartoffel mit Hühnchen-Kräuter-Salat, Käse und der Knoblauchsauce. Es war brilliant! Brilliant für solch ein Fast-Food! Sogar der nicht-Ofenkartoffel-Esser fand es klasse!

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Statt dem ein oder anderen Burgerladen der in Bonn zu viel aufgemacht hat, könnte der ein oder andere lieber ein Ofenkartoffel-Restaurant auf machen – viel cooler!
Mittags sind wir einfach nur spazieren gegangen, wir haben ein Mittagsschläfchen gemacht und haben unser Auto im Park and Ride (Bos en Lommer) umgestellt, damit wir im preiswerten Tarif bleiben (6 Euro für 6 Tage).

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Die junge Frau die am Dienstag die Wohnungsübergabe mit uns gemacht hat erzählte uns von einer Bar zu der wir umbedingt hin müssten, weil dort keine Touristen seine und sie bei Einheimischen total beliebt sei.  Wir müssten wohl nur zum HBF dort das Schiff zur N.D.S.M. Werft nehmen und dann die Bar suchen (die Fähren sind übrigens kostenlos). Und genau so haben wir es gemacht und sind bei Pllek gelandet. Es hat wenig Strandbar-charachkter und aus diesem Grund bin ich nicht davon ausgegangen, dass es dort gutes Essen gibt, aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt!

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Wir bestellten beide das Flanksteak mit Salat, Gemüse und Fritten. Das Flanksteak gibt es noch gar nicht so häufig in Deutschland zu essen, es ist eher noch ein unbekanntes Stück Fleisch. Bei Pllek war es sehr zart und lecker. Der Salat mit dem Gemüse war super angemacht und schmeckte echt gut. Die Sauce Bernaise passte perfekt zum Fleisch und die Fritten waren selbstgemacht und auch sehr gut. Eine runde Sache!

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Währenddessen trank mein Freund Bier und ich Mojito, den die hier wirklich gut können! Zum Dessert hatte mein Freund dann noch einen Rhabarber Crumble mit Eis und ich Tompouce mit weißer Schokoladenmousse, Himbeersauce, Vanille-Curd und Gingersnaps. WOW!!!!! *verliebt in das Dessert* – mehr brauche ich nicht zu sagen!

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Wir nahmen unser letztes Getränk noch mit in die Strandbar und suchten uns ein schönes Plätzchen zwischen Liegestühlen, alten Bötchen, Holzboxen und Fat Boys. Wir verbrachten einen wunderschönen Rest-Tag in der Abendsonne mit dem Blick auf Amsterdam und hinter uns der Chic der alten Werften und Kräne.

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I found the best place in Amsterdam – good night Pllek!

Food

Deko

Fashion

  • Beadies, Huidenstraat 6, 1016 ES Amsterdam

 

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